Neue Gehirnstudie sagt gute oder schlechte Reise voraus

An der Universität Maastricht in den Niederlanden wurde eine bahnbrechende Studie durchgeführt, die erste ihrer Art am Menschen. Diese Studie beleuchtet, wie Psilocybin beeinflusst neurologische Mechanismen, induziert das Gefühl der Ego-Auflösung oder "Ego Tod". Diese Ergebnisse erklären, warum Psychedelika Wellen bei der Behandlung von Stimmungsstörungen wie z Depression. Zusätzlich identifizierte die Studie, welche Teile des Gehirns während einer "guten Reise" oder einer "schlechten Reise" beschäftigt sind. Dies ist etwas, was noch nie zuvor gemacht wurde.

Die Studie

Die Studie war placebokontrolliert und umfasste 60 gesunde Freiwillige. Nach der Verabreichung von Psilocybin oder einem Placebo wurden die Gehirne der Freiwilligen unter Verwendung eines MRT-Geräts überwacht. Die Forscher überwachten die Glutamatreaktionen auf Psilocybin. Glutamat ist der häufigste Neurotransmitter in unserem Gehirn und im Zentralnervensystem. Es ist an fast jeder exzitatorischen Gehirnfunktion beteiligt und der Hauptmediator für sensorische Informationen, Emotionen, Kognition und motorische Koordination. Es gibt seit langem eine vorgeschlagene Verbindung zwischen ihnen (Glutamat) und Selbsterfahrungsstörungen wie Angstzustände oder Schizophrenie.

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Bei der Untersuchung der Aktivität im präfrontalen Kortex und im Hippocampus (zwei Gehirnregionen, die hauptsächlich mit dem Ego verbunden sind) Nach der Verabreichung von Psilocybin stellten die Forscher einen deutlichen Anstieg der Glutamataktivität fest. Es wurde zuvor angenommen, dass Glutamat beim Auslösen von Psychedelika aktiviert wird. Dies war jedoch das erste Mal, dass in einer Studie am Menschen Beweise gefunden wurden. Dies zeigt, dass es eine neurologische Grundlage für die therapeutischen Wirkungen von Psilocybin gibt, die derzeit Schlagzeilen machen.

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Der zweite Befund war jedoch eine Überraschung für die Forscher. Sie fanden durch MRT-Scans heraus, dass während die Glutamatspiegel im präfrontalen Kortex anstiegen, wenn Psilocybin verabreicht wurde, die Spiegel im Hippocampus abnahmen. Durch das von den Freiwilligen selbst berichtete Ego-Gefühl entdeckten die Forscher einen Zusammenhang zwischen der durch Glutamat aktivierten Region des Gehirns und der Frage, ob die Reise im Hinblick auf die Ego-Auflösung als „gut“ oder „schlecht“ beschrieben wurde.

Gute Reise

Eine positive Ego-Auflösung (oder 'gute Reise' zu dir und mir) wird als Euphorie und gute Laune eingestuft, ein Gefühl der Einheit mit der Welt. Diese „gute Reise“ wurde vor allem dann erlebt, wenn im Hippocampus weniger Glutamat vorhanden war. Der Hippocampus ist mit unserem Selbstwertgefühl verbunden. Die Verringerung der Aktivität könnte hier die Wirksamkeit von Psilocybin in Studien zu Stimmungsstörungen erklären. Die durch die Reise verursachte vorübergehende Depersonalisierung gibt dem Subjekt die Möglichkeit, sich zurückzusetzen und sich von früheren negativen Gewohnheiten und emotionalen Zuständen zu entfernen.

Schlechte Reise

Eine negative Ego-Auflösung (dh die "schlechte Reise") wurde erlebt, wenn es höhere Glutamatspiegel im präfrontalen Kortex gab. Dies wurde als Verlust von Entscheidungskompetenz, Autonomie, Absicht und spontaner Bewegung beschrieben. Dies ist sinnvoll, da der präfrontale Kortex für die Entscheidungsfindung, die Vermittlung von sozialem Verhalten, den Ausdruck von Persönlichkeit und die Formulierung komplexen Verhaltens bekannt ist.

Vorhersagen treffen

Die MRT-Untersuchung zeigte jedoch auch, dass die Freiwilligen, die Psilocybin hatten, während ihrer Reise sowohl „gute“ als auch „schlechte“ Erfahrungen machten. Dies war darauf zurückzuführen, dass sich die Glutamatspiegel in den Gehirnregionen im Laufe der Zeit änderten. Dies spiegelt die Erfahrung der psychedelischen Gelehrten wider, dass eine Reise mit Ego-Auflösung oder "Tod" gleichzeitig wunderbar und beängstigend sein kann. Es ist jedoch immer ziemlich tiefgreifend. Aufregenderweise waren diese Ergebnisse so signifikant, dass die Forscher allein anhand der MRT-Gehirnscans vorhersagen konnten, ob die Freiwilligen eine überwiegend gute oder schlechte Reise erlebt hatten.

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Obwohl es noch nicht ganz bekannt ist warum Diese Befunde treten auf. Wieder stellen wir fest, dass das Studium der Psychedelika uns dem Verständnis der Ursprünge und der Funktionsweise des Ego immer näher bringt. Von dort aus können wir etwas über die Erschaffung des 'Selbst' und vielleicht eines Tages über die Entstehung des Bewusstseins selbst lernen. Neben den medizinischen und therapeutischen Vorteilen verbessert das Studium der Psychedelika weiterhin unser Verständnis des menschlichen Zustands.

Lesen Sie die vollständige Studie, veröffentlicht von Neuropsychopharmakologie hier.

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