Basel: Die psychedelische Stadt

Basel ist an der Oberfläche malerisch, aber bescheiden. Es wurde vor rund 2,000 Jahren am Rheinufer gegründet und ist nach Zürich und Genf die drittgrößte Stadt der Schweiz. Doch hinter dem Schweizer Stereotyp von Genügsamkeit, Pünktlichkeit und Jodeln vibriert Basel vor Kreativität und Innovation. Von der Universität aus dem 15. Jahrhundert bis zu ihrer weltberühmten KunstmessenBis zu seinem Titel als Geburtsort von LSD hat es sich als Zufluchtsort für forschende Köpfe erwiesen. Basel: Die psychedelische Stadt.

Das Einstellung für eine chemische Revolution

Basel grenzte an Frankreich und Deutschland an die flüssige Rheinstraße und sollte ein Informations- und Handelshafen werden. Die Universität wurde 1460 gegründet. Zwei Jahrhunderte später folgte das Kunstmuseum, das bis heute als älteste öffentliche Kunstgalerie der Welt gilt. Darüber hinaus wurde es während der Reformation zu einer Drehscheibe für neue chemische Farbstoffprozesse und bereitete möglicherweise die Voraussetzungen für eine weitere chemische Revolution, die noch bevorsteht.

Die Geburt von LSD

Wir sprechen natürlich über die oben erwähnte Geburt von LSD. Die malerische Stadt war der Ort, an dem der Schweizer Chemiker Albert Hofmann die ursprünglich als LSD-25 bekannte chemische Verbindung synthetisierte. Hofmann arbeitete bei der großen Pharmafirma Sandoz (jetzt Novartis) in der Stadt, als er über eine Substanz stolperte, die in mehrfacher Hinsicht revolutionär werden würde.

Die Geschichte ist jetzt legendär. Hofmann hatte 1938 die Aufgabe, Verbindungen aus dem genannten Pilz zu isolieren und zu synthetisieren Mutterkorn. Eine der Verbindungen, LSD-25, produzierte nicht besonders bemerkenswerte Effekte bei den Tierversuchen, aber ihre merkwürdige Unruhe genügte, um Hofmanns Interesse zu wecken. Trotzdem musste Hofmann seine Forschungen zurückstellen, da keine sofortige Verwendung gefunden werden konnte.

Die berühmte Radtour

1943, jedoch 5 Jahre später, kehrte Hofmann zu der Substanz zurück, die er im Hinterkopf behalten hatte. Während seiner erneuten Forschung nahm er versehentlich einen Teil der Verbindung ein und erlebte seltsame Effekte (Die erste menschliche LSD-Reise zu Ihrer Information!). Drei Tage später, am 19. April, beschloss Hofmann, seine Kreation gezielt aufzunehmen. Hofmann nahm eine unwissentlich heldenhafte Dosis ein, stolperte und machte sich auf den Weg zu seiner mittlerweile berühmten Radtour nach Hause. (Erfahren Sie mehr darüber hier!)

In Basel feiern

Nirgendwo sind die Feierlichkeiten zum Fahrradtag so vielfältig wie in Basel. Von trippigen Musikfestivals über Wissenschaftskonferenzen bis hin zu natürlich, Radtouren durch die Stadt, es ist für jeden etwas dabei. Es gibt verschiedene geführte Radtouren, darunter eine von der Doktorandin Sandra Lang. Ihre Tour ist äußerst umfangreich und beginnt vor den Toren des Labors, in dem Hofmann in der Stadt gearbeitet hat, bis zu seinem früheren Zuhause. Auf der 8.5 km langen Fahrt vermittelt Lang faszinierende Einblicke in die chemische Geschichte. Anschließend können Sie diese Erfahrung mit einem Ausflug ins Pharmazeutische Museum ergänzen.

Vergangenheit und Zukunft der LSD-Forschung

Passenderweise ist Basel nicht nur ein Hauptakteur in der Geschichte der psychedelischen Forschung. Es ist auch in seiner Zukunft sehr wichtig. Neben den zahlreichen Konferenzen über chemische Fortschritte, die dort stattfinden, ist das Universitätsklinikum Basel führend in der heutigen LSD-Forschung. Hier einige Studien, die die Universität derzeit durchführt:

LSD-Behandlung gegen Angstzustände:

40 Teilnehmer mit Angststörung werden an dieser placebokontrollierten Studie teilnehmen. Sie erhalten eine einmalige Dosis LSD.

LSD-Behandlung bei Cluster-Kopfschmerzen:

Die schwächenden Auswirkungen von Clusterkopfschmerzen werden durch LSD verringert. Diese Studie wird placebokontrolliert, doppelblind sein und 30 Patienten werden teilnehmen. Sie erhalten über einen Zeitraum von 100 Wochen drei Dosen von 3 Mikrogramm LSD (oder ein Placebo).

LSD-Behandlung bei schweren Depressionen:

In dieser Studie wird die LSD-Therapie an 60 Patienten mit Major Depressive Disorder getestet. Die Behandlungsgruppe wird zwei Sitzungen haben, eine von 100 Mikrogramm LSD und eine andere mit 200 Mikrogramm. Die Kontrollgruppe erhält für die beiden Sitzungen ein "aktives" Placebo (25 bzw. 50 Mikrogramm). Die Studie wird in 2023 abgeschlossen.

Da haben Sie es also. Basel - eine malerische europäische Stadt, aber auch eine Brutstätte für Innovation und Fortschritt. Setzen Sie es auf Ihre Post-Lockdown-Reiseliste!

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